Verdienen Sie am Geheimnis der Talking Sams

by André Dietrich on September 9, 2013

Talking Sams – also „verfilmte“ Mailings – werden immer öfter verwendet. Das merke ich jetzt auch direkt bei meiner Arbeit:

Bis jetzt schrieb ich eher Stand Alone Mailings (SAMs). Die SAMs wurden dann nach ihrem ersten Versand nochmals aufgepeppt, indem sie als Talking SAMs produziert und neu verschickt wurden.

Mein letzter Auftrag war nun, direkt ein Talking SAM zu texten.

 Frage: Worauf sollten Sie hier als Texter achten?

Antwort: Sie müssen einfach im Hinterkopf behalten, dass der Leser/Hörer hier nur kleine Häppchen serviert bekommt:

Wie bei einer Power-Point-Präsentation werden in Talking SAMs immer nur kleine Textpassagen eingeblendet, die der Sprecher dann vorliest.

Sie sollten also als Texter immer von „oben nach unten“ denken. Das heisst, z. B. Grafiken nicht links oder rechts neben den Lauftext platzieren wie in SAM und Werbebrief, sondern halt unter die jeweilige Text-Passage setzen.

Und Sie sollten dem Leser/Hörer immer Anreize bieten, dass er das Talking SAM weiter anschaut. Das schaffen Sie z. B. indem Sie genannte Vorteile wiederholen (das impliziert: „Ja, es ist richtig, dass ich diese Werbung anschaue!“). Und …

… indem Sie weitere Vorteile/spannende Fakten ankündigen. Und zwar so ankündigen, dass der Interessent neugierig bleibt.

 Warum sind Talking SAMs so erfolgreich?

Zyniker antworten darauf vielleicht: „Weil der Interessent hier nicht wegkommt!“ Und tatsächlich:

In diesen Videos setzen die Produzenten meist keine erlösenden Links, die endlich zur Bestellseite leiten. Dazu kommt:

Talking-SAMs können Sie zwar anhalten, aber eben nicht nicht „vorspulen“. Sie sind praktisch vor Ihrem Rechner wie angenagelt und sehen die Präsentation bis zum Schluss. Dann aber haben Sie …

… alle Verkaufs-Argumente quasi zwangs-inhaliert, was ich persönlich als respektlos dem Kunden gegenüber empfinde. Nicht zuletzt baut derartiger Zwang auch Widerstand auf.

Wie auch immer …

Der Interessent kann wenigstens wegklicken und dann das Talking-SAM als Script lesen.

Letztlich dürfte das Erfolgs-Geheimnis der Talking SAMs an 4 Gründen liegen:

 1. Lange Verweildauer der Interessenten

 2. Bequemlichkeits-Anmutung: „Ist ja nur ein Video, das brauche ich nicht lesen!“

3. Inhalt wird über Lesen UND Hören wahrgenommen

 Und ganz wichtig:

 4. Die Headline wirkt hier sehr, sehr intensiv!

Der Grund ist simpel:

Über dem Bereich, in dem das Talking Sam wie ein Video abläuft, steht die Headline. Sie steht da während der gesamten Präsentation. Sie steht da, wie in den Bildschirm gemeißelt. Das heisst:

Während im normalen Werbetext die Headline den Leser lediglich in den Text hineinzieht und dann eher vergessen wird, wirkt sie im Talking Sam DOPPELT:

1. Sie zieht den Leser zuerst in das Talking SAM. Und dann:

2. Die Headline bleibt permanent sichtbar. Der Leser hat so den größten Vorteil/ die größten Vorteile immer vor der Nase! 

 Wenn der Leser also z. B. Beweise sieht, dass das Produkt wirklich funktioniert und wenn er erfährt, wie es denn funktioniert, sieht er immer auch …

 … zeitgleich den größten Vorteil des Angebots. So wird die Verbindung zum Angebot viel tiefer.

Nur im Talking SAM ist die Headline ständig präsent. Sie wirkt über 30 Minuten, über 60 Minuten auf den Interessenten. Und das ist einmalig:

Kein Mensch (nicht einmal ein Verkaufstexter!) sieht sich sonst eine Headline soooo lange an!

Logisch also, dass Talking SAMs derartig gut funktionieren …

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