Warum ein Werbe-Archiv so wichtig ist

by André Dietrich on November 6, 2016

Wenn Sie Ihre Direct-Response-Werbung selbst schreiben wollen und erst recht als professioneller Verkaufstexter, sollten Sie Folgendes machen:

Sammeln Sie Werbebriefe!

Ja, sammeln Sie Werbebriefe. Auch, wenn diese Briefe Produkte bewerben, die mit Ihrer Branche nichts zu tun haben. Sie finden in Werbebriefen trotzdem Elemente, die Sie auf Ihr Produkt ummünzen können.

Legen Sie also ein Archiv an. Vor allem Briefe von überregionalen Anbietern sollten Sie aufbewahren. Denn hier ist schon allein die Tatsache, dass diese Werbung per Post zu Ihnen kommt, ein Qualitätsmerkmal. Der Grund:

Zuerst testen die Profis ihre Kampagnen im Internet. Klar, weil hier Werbung preiswert ist. Kein Porto. Keine Druckkosten.

Das Web ist Testplatz unterschiedlicher Konzepte, es werden verschiedene Headlines und Briefeinstiege ausprobiert. Auch unterschiedliche Angebote, Preise, Prämien.

Die Profi-Marketer werten dann die Ergebnisse bis aufs 10tel Prozent aus.

Nach den Tests wissen sie, was am besten funktioniert. Und erst, wenn das Optimum herausgefiltert ist, verschicken diese Firmen ihre Werbung auch gedruckt. Um sich teure Flops zu ersparen.

Wenn Sie also so einen Werbebrief aus Ihrem Briefkasten holen, halten Sie oft ein kleines Meisterwerk, eine Verkaufsmaschine in der Hand.

Ein digitales Archiv geht natürlich auch

Ich persönlich mache es so:

Bekomme ich Stand Alone Mailings, werden sie selektiert: Wirkt irgend etwas interessant auf mich an der Werbung? Wenn ja, kommt sie in einen speziellen E-Mail-Ordner.

Finde ich ein Stand Alone Mailing zwar uninteressant, aber es wird dennoch wiederholt verschickt, speichere ich es ebenfalls. Denn die Wiederholung zeigt ja, dass diese Werbung funktionieren muss. Genau so ist es übrigens, wenn eine Anzeige immer wieder in einem Newsletter platziert wird.

Ich sammle also zunächst die funktionierende Werbung, wandle sie dann um in PDF-Dateien und schicke sie auf mein iPad. Warum das iPad? Nun ja, weil man damit auch auf dem Sofa arbeiten kann, im Bett, an der frischen Luft oder unterwegs.

Auf dem iPad nutze ich Good Reader. Denn man kann damit auf dem iPad u. a. Ordner anlegen und PDF-Dateien mit Notizen versehen. Dort halte ich z. B. fest, welche Passage im Text interessant ist, und warum sie wirkt.

Nach der Analyse bewerte ich die Werbung insgesamt. In besonders gute und weniger gute Exemplare. Und wenn ich schon mal beim Analysieren bin, mache ich auch das:

Mailing-Bestandteile archivieren

In meinem Archiv sind nicht nur die analysierten Gesamt-Texte sondern auch ein Unter-Archiv mit einzelnen Bestandteilen der Mailings:

Die besten ersten Seiten (Head und Einstieg), interessante Grafiken, besondere Prämien und Angebote, wie Dringlichkeit erzeugt wurde, spannende Alleinstellungsmerkmale, usw. usw.

Die Archivierungs-Arbeit erledige ich meist frühmorgens. Quasi zum Aufwärmen für den kommenden Tag als Verkaufstexter. Doch entscheidend ist:

So ein Archiv wächst mit der Zeit zu einer unerschöpflichen Quelle der Inspiration …

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