by André Dietrich on February 21, 2012
Gauck wirkt authentisch, glaubwürdig. Vermutlich entsteht dieser Eindruck, weil der „Neue“ parteilos ist.
Parteilosigkeit schützte ihn vermutlich …
… vor einem geheimnisvollen Neutralisierungs-Effekt, der ProfiPolitiker von CDU, SPD, FDP und den Grünen infiziert.
Dieser Neutralisierungs-Effekt schafft Lebensformen, die weitgehend ohne Eigenschaften sind:
Human-Automaten
Da nun aber niemand eigenschaftslose Automaten wählt, kopieren solche Volksvertreter-Roboter echte menschliche Eigenschaften verblüffend genau. Eine kleine Auswahl:
- Sie sind lustig! Sie lachen im richtigen Moment, sind auffallend locker. Gern auch in Talkshows
- Sie können auch richtig wütend werden. Sie schreien schon mal (freilich kontrolliert und nach allen Regeln der Rhetorik), wenn der politische Gegner anderer Meinung ist. Aber hallo!
- Sie sind so volkstümlich! Darum gehen sie zum Oktoberfest, auch wenn sie Brahms und Rotwein lieben. Denn sie wissen schließlich, dass der normale Mensch einfache Musik hört und Bier litert.
Positive Eigenschaften sind also eher geheuchelt. Doch jetzt kommt‘s …
… negative Eigenschaften sind echt!
2 menschliche Merkmale schleifen sich wohl nie ab beim „Volksvertreter“, wie…
1. der Hang, sich kleine Vorteile zu sichern. Diese Gier ist ebenso lächerlich wie partei-übergreifend.
2. Lähmende Feigheit. Feigheit äußert sich im Credo des deutschen Abgeordneten: „Bloß nichts Falsches sagen oder gar … tun!“
Und damit sind wir bei einer rhetorischen Frage:
Haben Feiglinge Ideale?
Da bin ich mir nicht sicher. Denn ich sehe, was feige Politiker aus ihren Parteien gemacht haben:
Ideale, wegen derer diese Parteien gegründet wurden, wurden kurzerhand über Bord geworfen. Aus erbärmlicher Angst, nicht/ nicht wieder gewählt zu werden. So geschehen bei CDU, SPD, FDP.
Indem sie aber ihre Ideale verrieten, machten sie einen existenziellen Fehler:
Sie vernichteten ihr Alleinstellungs-Merkmal (USP), machten so ihre Parteien zu konturlosen, austauschbaren Schwätzer-Clubs …
So was kostet Stimmen. Denn wie wir Werbetexter wissen, verkaufen sich Produkte ohne USP nun einmal … NICHT. Deshalb sind Volksparteien keine Volksparteien mehr. Deshalb sinkt auch die Wahlbeteiligung ständig.
Doch Hoffnung keimt auf
Natürlich gibt es auch anständige Politiker. Wenn auch deren Zahl subjektiv gesehen abnimmt.
Bleibt zu hoffen, dass mit Joachim Gauck ein Prozess einsetzt, der Politik endlich ehrlicher, authentischer macht. Ein Prozess, in dem respektloses Hinterfragen alternativlos wird.
Und bleibt zu hoffen, dass der „Neue“ nicht von schwammigen Feiglingen infiziert wird …
by André Dietrich on February 16, 2012
Wenn Sie Ihr Geld nicht selbst vermehren wollen oder können, gibt es keine Alternative zur unabhängigen Vermögens-Verwaltung. Sie sollten (falls Sie nicht gerade Millionär sind) Beratung in der Filialbank meiden, so wie Dracula den Knoblauch meidet. Der Grund:
Filialbank-Berater vermehren Ihr Geld ebenso effektiv wie – na, sagen wir mal – Ihr Fleischer. Wobei der Fleischer vermutlich der Ehrlichere von beiden ist.
Denn Bank-Berater nutzen ihre Kompetenz-Anmutung eiskalt aus:
Der Verkauf eigener Finanz-Produkte ist denen wichtiger als IHR Gewinn. Das war so und ist aktuell immer noch so, wie Sie hier sehen. Besonders perfide:
„Bankberater würden privat nie so investieren, wie sie es Kunden empfehlen“, steht in der aktuellen Wirtschaftswoche.
Hier die Alternative
Engagieren Sie einen UNABHÄNGIGEN Vermögens-Verwalter. Die Wirtschaftswoche veröffentlicht im aktuellen Heft Nr. 7 ein Ranking der besten. Rendite-Sieger ist Flossbach & von Storch. Mit 71,28 % Kursgewinn in 3 Jahren (Kategorie Mischung von Aktien und Anleihen).
Wie viel Kapital Sie brauchen
Einziger Wermutstropfen: Diese Profis arbeiten nur für Sie ab einer bestimmten Mindest-Anlagesumme. Deren Höhe stand aber nicht in dem ansonsten sehr guten WIWO-Artikel. Also habe ich mal bei einem Vermögens-Verwalter nachgefragt.
Der freundliche Experte sagte:
„Ab 1 Million werden wir aktiv. 5 Millionen aber sind besser, weil dann zum Beispiel der Einkauf der Investments günstiger wird.“
Beruhigend. Aber vielleicht nicht interessant für jeden
. Also suchte ich weiter. Und siehe da …
Es geht auch anders
Albrech & Cie hat in den letzten 3 Jahren 46,06 % erwirtschaftet. Hier ist die Mindestanlagesumme 50.000 €. Und es geht noch günstiger. Zum Beispiel ab 10.000 €.
Hier eine Übersicht …
by André Dietrich on February 16, 2012
Während die Rechtschreibschwäche mittlerweile relativ bekannt ist, haben von der Rechenschwäche (Dyskalkulie) die meisten Eltern und selbst Pädagogen noch nie etwas gehört. Die Folge:
Betroffene Kinder erleben ein Martyrium
Trotz allen Lernens, trotz Nachhilfestunden bleiben Erfolge aus. Daher werden diese Kinder häufig als „dumm“ eingestuft, obwohl sie teilweise hochintelligent sind. Und schon …
… beginnt ein Teufelskreis.
Der Schüler verliert seine Motivation, das Selbstbewusstsein sinkt. Leistungen, auch in anderen Fächern, werden schwächer. Und da die wahre Ursache nicht erkannt wird, bleiben viele Kinder sitzen, werden abgeschoben in Förderschulen etc.
Viele Betroffene können später keinen Beruf erlernen, müssen letztlich vom Staat alimentiert werden.
Wie viele sind betroffen?
In Deutschland haben 4 Millionen Kinder eine Rechenschwäche. Oder anders gesagt:
In jeder deutschen Schulklasse sitzt ein Kind, das an Dyskalkulie leidet.
Die gute Nachricht ist, dass Betroffenen geholfen werden kann. Doch eben weil Dyskalkulie leider Gottes meist unerkannt bleibt, ist der einzige Weg, den Kreislauf zu durchbrechen, INFORMATION. Deshalb:
Leiten Sie diesen Beitrag bitte weiter. An Eltern von Kindern, die Sie für betroffen halten und/oder an Lehrer.
Hier noch weitere, spannende Fakten. In einem kurzem Video …
by André Dietrich on February 9, 2012
Manche Produktmanager sind Germanisten. Manche sind Informatiker, sogar Kommunikations-Wissenschaftler. Aber sie sind meist keine Verkaufstexter. Wohl deshalb kritisieren sie zuweilen, dass am Anfang eines 40seitigen SAMS nicht schon sofort die ganze Story in einem Block kommt.
Sie meinen, man sollte wie folgt schreiben:
Headline: Die Aktie bringt Ihnen 1000 %. Und jetzt …
… sollen alle Begründungen, jedes Detail, warum das so ist, auf einmal genannt werden. Also wie bei einer akademischen Abhandlung Punkt für Punkt abarbeiten.
Das funktioniert bei einem Sachbuch. Und ist dort auch sinnvoll. So aber schreibe ich im Verkaufstext grundsätzlich nicht! Schon deshalb:
Der Leser soll Antworten suchen!
Wenn beim Leser Fragen nach dem „Warum“ des Gewinns offen bleiben, sucht er automatisch nach Antworten. Und was macht er deshalb? Er scrollt weiter. Was vom Texter durchaus beabsichtigt ist.
Es ist bei den meisten Lesern nun aber NICHT so, dass der Text zuerst von oben bis unten gründlichst gelesen wird. Sondern fast alle Leser lesen das SAM wie eine Zeitung: Man blättert, liest ein paar Headlines, ein paar Abschnitte …
Und während der Leser das macht, sieht er ganz nebenbei, dass zur eingangs erwähnten Aktie öfter mal etwas im Text steht. Und er sieht beim Scrollen weiterhin, dass bis jetzt nach und nach auch immer wider Vorteile für ihn zu finden waren. Sein Unterbewusstsein meldet ihm:
„Menschenskind, da kommt womöglich noch was Besseres!“
Er hat also allen Grund, den ganzen Text zu lesen.
Und während er das macht, sollte man ihn nicht während des Lesens langweilen, wie es bei wissenschaftlichen Texten (und auch Emmissionsprospekten) üblich ist:
Ein Thema nach dem anderen abhandeln und abhaken. Vergessen Sie nie:
Wissenschaftler brauchen sich NICHT per Text zu verkaufen. Da fließt Geld vom Staat. Und Banker verkaufen sich offenbar auch NICHT mit Texten, wenn ich so die Bank-Werbung sehe. Banker verkaufen sich in Verkaufs-BeratungsGesprächen. Denn Kompetenz-Anmutung sorgt noch immer für Frischkunden …
Sie sollten also nie wie ein Banker oder Wissenschaftler schreiben, wenn Sie vom Schreiben leben wollen
Das heisst …
In Ihrem Verkaufstext sollten Sie es so machen:
Ein Wechsel von immer neuen Versprechen. Und dazu DOSIERT Beweise, dass es funktioniert. Wer alle Fakten detailliert will, soll bitteschön z. B. einen als Prämie ausgelobten Report abrufen.
Und es geht immer weiter im Text: Ein neues Versprechen, ein neuer Beweis, neue Fakten.
Das führt vielleicht zu einer „Verschachtelung“. Lockert aber den Text auf. Und animiert zum Weiterlesen. Fast so …
… wie beim Krimi!
Meistens sind Krimis ja so aufgebaut: Oft wird am Anfang der Mord beschrieben (gleiche Funktion wie Headline). Dann kommt ein Kapitel aus dem Leben des Kommissars. Dann kommt ein Kapitel, in dem das Opfer vorgestellt wird. Dann geht‘s wieder zurück zum Kommissar. Dann kommt ein Kapitel, über den Mörder, wie er als Kind misshandelt wurde. Usw. Usw. …… Sie sehen, lieber Leser, auch hier: Die totale „Verschachtelung“!
Am Ende dann kommt die Auflösung. Wie der Killer geschnappt wird.
Kaum ein Autor würde auf die Idee kommen, die Story des Kommissars von vorne bis hinten zu erzählen. Dann das Leben des Mörders Punkt für Punkt aufzuführen. Das würde kein Mensch aushalten und das Buch (sofern es SO überhaupt durchs Lektorat kommen würde!) in die Ecke feuern.
Genau so würde ein Leser einen Werbetext, der Punkt für Punkt alles sofort abarbeitet, nicht weiterlesen. Und vor allem: Er würde nicht bestellen.
by André Dietrich on February 7, 2012
Notorische Schuldner halten sich an klassische Regeln. Die wirken noch heute, denn Gläubiger fallen immer darauf herein. Derzeit machen sich sogar ganze Staaten als Gläubiger lächerlich.
Folgender alter Text passt verblüffend genau zur aktuellen Lage:
„Von der Kunst, ein Schuldner zu sein“
„Im Prinzip müssen Sie versuchen, aus allen Ihren Gläubigern Freunde zu machen, und zwar Freunde, die sie wirklich lieben, und die Ihnen das beweisen, indem sie Ihnen weiter Kredit geben.
Sie müssen infolgedessen so handeln, dass sie – die Gläubiger – noch mehr als alle anderen Leute an der Erhaltung und Verlängerung Ihrer Erdentage interessiert sind, dass sie sich beunruhigen, wenn Sie krank sind, sei es auch nur ein Schnupfen, und dass sie zittern, wenn Sie eine Lungenentzündung bekommen.
Wenn Ihnen vielleicht der Einfall kommen sollte, diese Leute zu bezahlen oder ihnen auch nur eine Akontozahlung in barem Gelde zu geben, dann würde Sie dieses Interesse ganz und gar vernichten…
Alles, was Sie ihnen (den Gläubigern)… geben können, ist: ihnen ganz einfach und simpel etwas zu versprechen. Aber ohne einen bestimmten Termin festzusetzen.
Auf diese Weise werden (bei den Gläubigern) jene herzlichen und und zärtlichen Gefühle erhalten, die den Reiz des Liebens ausmachen, und dazu noch der Kredit, den man haben kann, erhöht.“
Honoré de Balzac. Aus „Die Kunst, seine Schulden zu bezahlen“ (1827)
by André Dietrich on February 2, 2012
Nach rekordverdächtigen 18 Jahren Verhandlungen geschah etwas, dass in den Medien kaum Beachtung fand:
Am 16. Dezember 2011 wurde Russland in die Welthandels-Organisation WTO aufgenommen.
Was heisst das?
Die WTO-Mitgliedschaft bringt eine Liberalisierung des Handels. Dadurch setzt sich ein Land dem internationalen Wettbewerb stärker aus. Was die einheimische Wirtschaft zwingt, innovativer zu werden. Was einen Aufschwung nach sich zieht.
Nächster Grund für einen Aufschwung:
„Russische Haushalte könnten in Folge des WTO-Beitritts um bis zu 25 % mehr Einkommen beziehen“, so jedenfalls eine Studie der Weltbank. Mehr Einkommen aber bedeutet mehr Konsum.
Wie sich ein WTO-Beitritt auswirken kann, sehen Sie in China. 2001 trat das Land bei und erlebte die 10 fettesten Jahre seit Gründung der Volksrepublik. Das BruttoInlandprodukt stieg von 1,3 Billionen Euro 2001 auf 40 Billionen Euro 2011.
Ob sich so ein Boom in Russland wiederholt, weiß niemand. Aber die Grundlagen existieren jetzt zumindest …
by André Dietrich on January 31, 2012
Heute wurde eine Mail an mich weitergeleitet: Preußische Monatsbriefe. Liest sich etwas hölzern. Der Stil ist aber offenbar Absicht, ist auf jeden Fall interessant.
Solche Blätter zeigen vor Allem Eines:
Angesichts unseriöser Finanz-Politik, des EU-Chaos, angesichts korrupter und verlogener Bonzen sehnen sich offenbar immer mehr Menschen nach alten Tugenden.
ABER:
In den Preußischen Monatsbriefen geht es mir persönlich etwas zu idyllisch zu. Da ist zum Beispiel die Beweihräucherung des alten Fritz. Hier wäre etwas mehr Kritik wohl angebracht. Denn …
… bei allen Leistungen des Königs sollte man auch nicht vergessen, dass der Mann auch Kriege vom Zaun gebrochen hat.

by André Dietrich on January 26, 2012
Nein, Barroso soll künftig nicht die Toga tragen. Vielmehr geht es hier um eine …
… antike (!) europäische Gemeinschaftswährung
Der römische Sesterz erschien erstmals im 3. Jahrhundert vor Christus. Er blieb Zahlungsmittel bis 264 nach Christus. Also – OHNE Zentralbank – eine recht erfolgreiche Währung über hunderte Jahre.
Ob der Euro so lange durchhält? Wohl kaum. Denn er hat einen Geburtsfehler:
Im Erschaffen e-i-n-e-r Währung für 17 Staaten wurde die Basis unterminiert, die die EU bis dahin zusammenhielt: Selbstbestimmung. Und damit sind wir wieder …
… bei Rom. Das Einzigartige an Roms Polit-System war tatsächlich das Prinzip von Eigenständigkeit und Selbstbestimmung.
Die Römische Regierung beschränkte sich in den zuvor besetzten Gebieten nur auf Wesentliches – Verteidigung etwa und Justiz. Während sie den regionalen Behörden die Verwaltung regionaler Angelegenheiten komplett überließ. So auch …
… die Herausgabe eigenen Geldes: Der griechisch und syrisch sprechende Teil des Reiches etwa nutzte eigene Bronze-Münzen, als sinnvolle Ergänzung zu den im Wert höheren römischen Münzen. Diese Finanz-Eigenständigkeit führte zu Geld-Zonen mit „automatischer“ Wert-Regulierung.
Gaius, ein Jurist des 2. Jahrhunderts, schrieb dazu:
„Geld, obwohl es überall die gleiche Kaufkraft hat, ist in einigen Gebieten zu niedrigeren Zinsen zu bekommen, als in anderen Gebieten.“
Sehen Sie das? Gaius hat hier den Nagel auf den Kopf getroffen. Denn was er beschrieb, ist DER Vorteil des Römischen Währungs-Systems:
Flexibilität durch variable Zinsen im gleichen Wirtschaftsraum
Diesen Vorteil hat die Euro-Zone ohne Not abgegeben. Denn der Euro wurde als starre Währung konzipiert. Dadurch schafft er nicht für Gleichheit, sondern Gleichmacherei. Und nur so konnten Banken und Regierungen in Griechenland, Spanien, Irland sich Euros zu gleichen Bedingungen borgen wie Deutschland, Österreich und die Niederlande. Das aber führte …
… in den heutigen Pleitestaaten u. a. zu Immobilienblasen sowie zu krankhafter öffentlicher und privater Verschuldung. Und zu Korruption.
Außerdem entstanden durch den Zwangsjacken-Effekt des Euro innere Handels-Ungleichgewichte und Wettbewerbs-Verzerrungen.
Das antike Rom lehrt uns nun Folgendes:
- Geldschöpfung sollte heute deutlich eingeschränkt sein, ähnlich wie vor 2000 Jahren. Das hatte auch einen Zusatz-Vorteil: Antike Gelderzeugung förderte das Sparen. Denn sie war „natürlich“ begrenzt. Weil sie ja abhängig war von der Verfügbarkeit von Gold und Silber.
Die heutigen Geldschöpfung aber steht auf einem verrotteten Fundament:
Schulden werden bezahlt mit neuen Schulden. Staaten und Banken sind hier ein schlechtes Vorbild. Auch für Privatpersonen: Denn gerade die, die es sich nicht leisten könnten, kaufen dadurch jeden Mist, solange sie ihn nur auf Pump kriegen.
Und die nächste Lektion ist …
- Zurück zu nationalen Währungen. Diese könnten ergänzt werden mit regionalem Geld. Letzteres funktioniert übrigens bestens in der Praxis.
Der Euro könnte dabei – wie vor 2000 Jahren der römische Sestertius – eine übergeordnete Buch-Währung bleiben …
by André Dietrich on January 24, 2012
Klar, dass Sie Ihre Headline spannend kommunizieren sollten (mit mindestens einem Kunden-Vorteil), ist ja bekannt. Aber Sie sollten auch folgendes tun:
Texten Sie Ihre Subheads so wie Ihre große Headline. Unbedingt!
Warum? Weil spannende Subheads den Leser zum Weiterlesen animieren. Überhaupt sollte ja auch …
… ein Einzel-Artikel des Textes möglichst so aufgebaut sein wie der gesamte Verkaufstext:
Head. Versprechen. Beweise, dass die Versprechen gehalten werden können. Einzigartigkeit. Na ja, Sie wissen schon …
Doch ein guter Subhead animiert nicht nur zum Weiterlesen im Lauftext.
Der Subhead wirkt sogar in einem … Inhaltsverzeichnis!
Hier bringt er den Leser dazu, überhaupt erst in den Werbetext einzusteigen. Das wurde mir soeben klar, als ich so ein Verzeichnis für die Print-Version eines meiner aktuellen SAMS erstellte.
Hier ein Auszug aus dem Inhalts-Verzeichnis:
- Wie auf Ihr Depot 27.586,20 € fließen – Seite 8
- Genießen Sie Sicherheit. Gewährleistet durch 3 Schutzschilde – Seite 10
- Sollten Sie jetzt überhaupt noch einsteigen? – Seite 11
- Sie gewinnen, selbst wenn die Börse zusammenbricht – Seite 12
- Sie gewinnen künftig an den Trends von gleich 6 Anlage-Segmenten! – Seite 12
- Auch Blitzgewinn ist machbar. Ein Testleser erzählt Ihnen, wie er 28,09 % gewann. Über Nacht! – Seite 13
- So verwandeln Sie Ihre 3.000 € in 37.007 € – Seite 13
- Sie verdienen jetzt tatsächlich als ERSTER – Seite 14
by André Dietrich on January 19, 2012
Argentiniens Bankrott kam 2002. Die Krise, die vorausging, traf den kleinen Mann wie immer am härtesten: 52 % vegetierten unterhalb der Armutsgrenze. Kinder verhungerten. Bei Massen-Protesten starben 40 Menschen.
2002 dann erklärt Präsident Kirchner den Staatsbankrott. Und er macht das, was in einigen EU-Staaten ebenfalls droht:
Auslandsschulden werden zu großen Teilen einfach aus den Büchern gestrichen. Einen anderen Weg, gab es (damals wie heute) nicht, denn …
„… wir mussten uns eingestehen, dass unsere Schulden ein Niveau erreicht hatten, das unmöglich zurückbezahlt werden konnte. Eine Umschuldung war unumgänglich. Und ein beträchtlicher Schuldenerlass, also ein so genannter Haircut”, so Ex-Wirtschaftsminister Lavagna.
Nach dem Bankrott erlebte Argentinien ein regelrechtes Wirtschaftswunder. 2010 etwa wuchs das BIP um 9,2 %. Im ersten Halbjahr 2011 um 9,5 %. Mehr Fakten zu Argentinien kommen hier …